Passivieranlagen zum Passivieren von Edelstahl
Um den Korrosionsschutz von Edelstahllegierungen nach der mechanischen Bearbeitung zu verbessern, können Produkte passiviert werden. Die Passivieranlagen von KKS ermöglichen die Wiederherstellung und Verbesserung der Passivschicht zwecks erhöhter Korrosionsbeständigkeit.
Das Passivieren der Oberflächen wird bei den meisten Implantaten und medizinischen Instrumenten aus Edelstahl angewendet. In der Medizintechnikindustrie wird für dieses Verfahren meist Zitronen- oder Salpetersäure verwendet.
Bei der Realisierung von Passivieranlagen orientiert sich KKS in der Regel an den folgenden Normen: ASTM A967, ASTM A380, ASTM F86, ASTM B912.
Effekte des Passivierens mit manuellen und automatischen KKS Passivieranlagen
Passivierverfahren
Verschiedene Passivierverfahren können in einer Anlage kombiniert werden. Zusätzliche Prozessschritte wie Vorreinigen, Spülen und Trocknen ergänzen den individuellen Prozessablauf. Je nach Material und Anforderungen an die Bauteile können als Vorprozesse Beizen oder Elektropolieren integriert werden.
Grafische Darstellung der Prozessabfolge beim Passivieren für die Medizintechnik (Beispiel)
Kritische Prozessparameter werden durch die Anlagensteuerung kontinuierlich überwacht und können in einem Prozessprotokoll für jede Charge dokumentiert werden. Medienberührende Bauteile sowie prozessspezifische Sondereinrichtungen wie Filter- und Kreislaufsysteme werden in chemikalienbeständigen Materialien ausgeführt.
Endspülprozesse mit VE-Wasser werden häufig im Kreislauf über eine zusätzliche VE-Wasseraufbereitungsanlage betrieben, um den Wasserverbrauch zu minimieren und gleichzeitig die notwendige Wasserqualität direkt an der Anlage zu überwachen und sicherzustellen. In der Medizintechnikindustrie werden VE-Wasserleitungen in der Regel aus PVDF hergestellt und in WNF-Qualität (wulst- und nutfrei) geschweisst. Für die Teiletrocknung können Warmlufttrockner mit entsprechenden HEPA-Filtersystemen ausgerüstet und bei Bedarf mit Vakuumtrockner kombiniert werden.
KKS Passivieranlagen

Das Passivierverfahren kann nach dem Elektropolieren von Edelstahl oder als eigenständiger Prozess realisiert werden. Durch den modularen Aufbau der manuellen und vollautomatischen Passivieranlagen können auch weitere Prozessschritte wie das Vorreinigen, das Elektropolieren, das Endspülen und das Trocknen in der gleichen Anlage realisiert werden.
Die Passivieranlagen von KKS werden nach den spezifischen Anforderungen des Kunden entwickelt und ausgelegt. Die richtige Auslegung der Anlage sowie die Verwendung geeigneter Materialien und bewährter Komponenten gewährleisten sowohl eine hohe Prozessstabilität als auch eine lange Lebensdauer.
Effekte des Passivierens mit KKS Passivieranlagen
- Wiederherstellen oder Verbessern der Korrosionsbeständigkeit von Produkten aus Edelstahl durch das Verstärken der Passivschicht
- Entfernen von Fremdmetall-Verunreinigungen von den Oberflächen
- Erhöhung der Lebensdauer von Bauteilen
- Verbesserte Biokompatibilität der Produkte durch eine passive Oxidschicht
Besonderheiten der KKS Passivierwanne
Prozessbäder mit Chemikalien werden mit automatischen Deckeln und integrierten Absaugeinrichtungen ausgestattet. Ein integrierter Gaswäscher verhindert dabei den Austritt von korrosiven Gasen und Dämpfen.
- Temperatursensor zur Überwachung der Badtemperatur
- Übertemperaturfühler für doppelte Sicherheit
- Am Boden der Wanne eingebaute Heizelemente aus chemikalienbeständigem Kunststoff, die durch den Temperaturmesser gesteuert werden.
- Absauglöcher am oberen Rand der Passivierwanne: Für den Schutz des Anlagenbedieners werden vom Gaswäscher Gase und Dämpfe aus der Passivierwanne abgezogen.

Periphere Einrichtungen
Anlagen zur VE-Wasseraufbereitung, integrierte Heizsysteme (Durchlauferhitzer, Wärmetauscher), Luftentfeuchtungsmodule zur effizienten und schonenden Trocknung oder Neutralisationsanlagen für belastete Abluft und Abwässer: Für Passivieranlagen bietet KKS die passenden Zusatzeinrichtungen, welche sichere und effiziente Prozessabläufe unterstützen und gewährleisten.
Qualifizierte Passivieranlagen bilden die Basis für eine erfolgreiche Prozessvalidierung im regulierten Umfeld
KKS verfügt über eine mehr als zehnjährige Erfahrung in der Qualifizierung von Passivieranlagen. Die Realisierung von Passivieranlagen erfolgt überwiegend kundenspezifisch. Daher können die Anlagenqualifizierung (DQ/IQ/OQ) und die Anlagen-Computersystemvalidierung (CSV) projektbegleitend durchgeführt werden. Diese parallele Vorgehensweise von KKS bedeutet einen weiteren grossen Vorteil sowie eine hohe Zeitersparnis für unsere Kunden.









